Die drei Abrechnungsmodelle für Google Ads Freelancer
Fast jeder Google Ads Freelancer arbeitet mit einem von drei Modellen. Welches passt, hängt davon ab, wie groß dein Konto ist und wie viel laufende Arbeit es braucht.
1. Stundensatz
Erfahrene Google Ads Freelancer in Deutschland liegen zwischen 80 € und 150 € pro Stunde. Einsteiger nehmen 50 € bis 80 €, ehemalige Google-Mitarbeiter oder Spezialisten für E-Commerce auch 150 € bis 200 €. Der Stundensatz lohnt sich für klar abgegrenzte Aufgaben: ein Audit, ein Tracking-Setup, eine Kampagnen-Migration.
2. Monatliche Pauschale
Das häufigste Modell für laufende Betreuung. Die Pauschale richtet sich nach dem Aufwand, nicht nach dem Werbebudget: ein kleines Konto mit zwei Kampagnen kostet 500 € bis 900 € im Monat, ein Konto mit Shopping, Performance Max und mehreren Ländern 1.500 € bis 3.000 €. Vorteil: Du weißt vorher, was du zahlst, und der Freelancer hat keinen Anreiz, dein Budget hochzutreiben.
3. Prozent vom Werbebudget
Üblich sind 10 % bis 20 % des monatlichen Ad-Spends, oft mit Mindestpauschale. Das Modell kommt aus der Agenturwelt und hat einen eingebauten Interessenkonflikt: Mehr Budget heißt mehr Honorar, auch wenn mehr Budget für dich nicht sinnvoll ist. Ich arbeite deshalb nicht damit.
Rechenbeispiel: Was kostet Betreuung wirklich?
Nehmen wir ein typisches Konto eines Dienstleisters mit 3.000 € Werbebudget im Monat.
- Freelancer, Pauschale: 900 € Betreuung + 3.000 € Budget = 3.900 € Gesamtkosten. 77 % deines Geldes landen bei Google, also in Reichweite.
- Agentur, 20 % vom Budget mit Mindestpauschale 1.500 €: 1.500 € + 3.000 € = 4.500 €. Nur 67 % landen bei Google.
- Agentur mit Setup-Gebühr: Im ersten Monat kommen oft 1.000 € bis 3.000 € Einrichtung dazu.
Der Unterschied von 600 € im Monat klingt nach wenig. Über ein Jahr sind es 7.200 €, die entweder in zusätzliche Klicks fließen oder in Overhead, den du nie siehst.
Versteckte Kosten, auf die du achten solltest
- Setup-Gebühren: Fair bei echtem Neuaufbau mit Tracking und Landingpages. Unfair, wenn nur ein bestehendes Konto übernommen wird.
- Mindestlaufzeiten: Sechs oder zwölf Monate Bindung schützen den Anbieter, nicht dich. Ein guter Google Ads Freelancer arbeitet monatlich kündbar, weil er sich über Ergebnisse hält.
- Kontoeigentum: Manche Anbieter führen Kampagnen in ihrem eigenen Konto. Beim Wechsel verlierst du Historie, Conversion-Daten und Lernwerte. Das Konto muss immer dir gehören.
- Tool-Kosten: Reporting-Tools, Tracking-Software oder Landingpage-Builder werden gern durchgereicht. Frag vorher, was zusätzlich anfällt.
Ab welchem Budget lohnt sich ein Google Ads Freelancer?
Als Faustregel: ab etwa 1.500 € Werbebudget im Monat. Darunter frisst die Betreuung einen zu großen Anteil der Gesamtkosten. In dem Fall ist eine einmalige Klarheits-Session sinnvoller, in der du lernst, das Konto selbst sauber zu führen. Ab 5.000 € Budget sollte die Betreuung ohnehin nie mehr als 20 % der Gesamtkosten ausmachen.
Wichtiger als die Höhe des Honorars ist das Verhältnis zum Ergebnis: Ein Freelancer, der 900 € kostet und die Kosten pro Anfrage um 30 % senkt, hat sich bei 3.000 € Budget nach einem Monat bezahlt gemacht.
Was du für dein Geld bekommen solltest
Unabhängig vom Modell sollten diese Leistungen in der laufenden Betreuung enthalten sein:
- Wöchentliche Optimierung von Geboten, Suchbegriffen und Negativ-Keywords
- Monatliches Reporting mit Begründung, nicht nur Zahlen
- Conversion-Tracking, das echte Anfragen oder Umsatz misst
- Anzeigentexte und Erweiterungen, die regelmäßig getestet werden
- Ein fester Ansprechpartner, der das Konto selbst bedient
Fehlt einer dieser Punkte, ist auch ein günstiger Preis zu teuer.
So rechne ich ab
Ich arbeite mit einer monatlichen Pauschale, die sich am Aufwand orientiert, ohne Setup-Gebühr, ohne Mindestlaufzeit und ohne Prozente vom Budget. Nach einem kostenlosen Erstgespräch bekommst du ein festes Angebot mit klarem Leistungsumfang. Das Konto bleibt in deinem Besitz, ich arbeite über ein Verwaltungskonto.